Was kann ich als Vermieter bei der Kündigung eines Mietvertrages z.B. falsch machen?

Bei­spie­le:

  • Sie könn­ten gesetz­li­che Fris­ten miss­ach­ten oder eine recht­zei­ti­ge Zustel­lung ver­säu­men.
  • Sie könn­ten die Bedin­gung der Schrift­form über­se­hen.
  • Sie könn­ten die Adres­se des Miet­ob­jekts ver­ges­sen.
  • Sie könn­ten Feh­ler bei der Adres­sie­rung machen, z.B. alle Mie­ter benach­rich­ti­gen.
  • Sie könn­ten Kün­di­gungs­grün­de nicht aus­rei­chend dar­le­gen oder bewei­sen.
  • Sie könn­ten eine Eigen­be­darfs­an­kün­di­gung nicht aus­rei­chend und ver­ständ­lich begrün­den.
  • Sie könn­ten etwai­ge vor einer Kün­di­gung erfor­der­li­che Abmah­nun­gen ver­ges­sen haben.

Aus welchen Gründen kann ich Mietern fristlos kündigen?

Frist­lo­se Kün­di­gun­gen sind dafür gedacht, ein Miet­ver­hält­nis aus drin­gen­den Grün­den vor­zei­tig zu been­den, wenn eine Fort­set­zung des Miet­ver­hält­nis­ses für den Ver­mie­ter nicht mehr zumut­bar ist.
Bei­spie­le, wann dies der Fall sein kann, sind:

  • Es liegt eine erheb­li­che Stö­rung des Haus­frie­dens sei­tens des Mie­ters vor.
  • Der Mie­ter hat das Miet­ob­jekt ver­trags­wid­rig genutzt, z.B. ver­trags­wid­ri­ge Unter­ver­mie­tung oder ver­trags­wid­ri­ge gewerbs­mä­ßi­ge Nut­zung.
  • Es liegt ein Zah­lungs­rück­stand von mehr als einer Monats­mie­te in zwei auf­ein­an­der­fol­gen­den Mona­ten vor.
  • Es liegt ein Zah­lungs­rück­stand von ins­ge­samt mehr als zwei Monats­mie­ten vor.

Bei bestimm­ten Kün­di­gun­gen (vgl. § 543 Absatz 3 BGB) ist ggfs. vor­her eine schrift­li­che Abmah­nung erfor­der­lich. In der­ar­ti­gen Fäl­len (z.B. bei Stö­rung des Haus­frie­dens durch den Mie­ter oder im Fal­le unpünkt­li­cher Zah­lun­gen der Mie­te) muss der Mie­ter grund­sätz­lich zuvor schrift­lich abge­mahnt und die Grün­de aus­führ­lich dar­ge­legt wer­den – und dies unmit­tel­bar nach Ein­tre­ten des Man­gels oder Fehl­ver­hal­tens. Außer­dem muss aus der Abmah­nung her­vor­ge­hen, dass eine Miss­ach­tung und Wie­der­ho­lung zu einer frist­lo­sen Kün­di­gung führt bzw. der Miet­ver­trag frist­los gekün­digt wird, wenn ein bestimm­tes Fehl­ver­hal­ten nicht inner­halb einer von Ihnen vor­ge­ge­be­nen Frist abge­stellt wird. Kün­di­gun­gen wegen Zah­lungs­ver­zu­ges sind grund­sätz­lich ohne Abmah­nung mög­lich, wenn die gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen im Übri­gen hier­für vor­lie­gen. Hier soll­te stets geprüft wer­den, neben einer frist­lo­sen Kün­di­gung auch hilfs­wei­se ordent­lich wegen erheb­li­cher Pflicht­ver­let­zung zu kün­di­gen. Dann schei­det nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­ho­fes eine Hei­lung durch Nach­zah­lung der Mie­te ggfs. aus.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Durchsetzung der Kündigung?

Möch­ten Sie auf Num­mer sicher gehen oder haben Sie kei­ne Zeit, sich selbst mit der Kün­di­gung zu befas­sen? Vor einer Abmah­nung oder Kün­di­gung muss stets der Sach­ver­halt sorg­fäl­tig geprüft wer­den. Dies führt zu Rechts­si­cher­heit und zur Mini­mie­rung von Pro­zess­ri­si­ken. Im Vor­feld wer­den lei­der immer wie­der Feh­ler gemacht, die ein Anwalt ver­hin­dern kann. Ger­ne hel­fen wir Ihnen dabei. Rufen Sie mich ger­ne an oder sen­den Sie mir eine E-Mail. Ich set­ze mich dann unmit­tel­bar mit Ihnen in Ver­bin­dung und unter­stüt­ze Sie im Kün­di­gungs­ver­fah­ren.